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Autor Thema: [Rezension] Aliens/Predator FCBD Flipbook  (Gelesen 356 mal)
Xeno
Arbitrator
Alien Queen - Yautja Elder
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« am: Juni 29, 2009, 04:34:23 »

Zuerst möchte ich mich bei meinem Kumpel Hudson bedanken, der es mir ermöglicht hatte, ein Exemplar dieses Comics in meinen Händen zu halten, da der Comic Laden, bei dem ich es ursprünglich holen wollte, die Free Comic Book Day Exemplare früher ausgeteilt hat, als es vorgesehen war. Er war so nett, und hatte mir eins in Hannover besorgt und dann beim Weekend of Horrors 5 überreicht. Danke sehr!


ALIENS
Text:              John Arcudi
Zeichnungen:   Zach Howard
Tusche:          Mark Irwin
                     Zach Howard
Farben:           Brad Anderson
Lettering:        Blambot!

PREDATOR
Text:              John Arcudi
Zeichnungen:   Javier Saltares
Farben:           Wes Dzioba
Lettering:        Blambot!

Cover Art:       Zach Howard
                     Brad Anderson




Zwei Titanen kehren zurück!

2009, in diesem Jahr fand nicht nur das 30-jährige Jubiläum von Ridley Scott's Alien und das 20-jährige Jubiläum der Predator-Comics statt, sondern es erwartet uns auch noch das 20-jährige Jubiläum von Aliens vs. Predator, ein Zusammentreffen das zum ersten Mal in Form eines Comics 1989 das Licht der Welt erblickte. Zur Feier startet Dark Horse den Neustart dreier großer Comic-Serien: Aliens, Predator und Aliens vs. Predator.
Als kleine Wiedereinführung und eventuell um neue Interessenten anzuwerben, erschien offiziell am 2. Mai am Free Comic Book Day das Aliens/Predator-Flipbook, welches die Einführungen zu der kommenden Aliens- und Predator-Miniserie beinhaltete. Und wie ihr es vermutet, war dieser Comic völlig kostenlos in diversen Comic Läden zu erhalten. Während der Tag in den USA groß gefeiert wird und viele Comic-Läden des Landes daran teilnehmen, hält es sich hier in Deutschland in Grenzen. So haben nur wenige Comic Läden an dieser Aktion teilgenommen, unter anderem der Laden "Comics am Steintor" in Hannover.
 

Terror²

Da es sich bei diesem Exemplar um ein so genanntes Flipbook handelt, ist auf beiden Seiten des Comics ein Cover abgebildet. Auf der einen Seite haben wir ein tödliches Alien, welches sabbert und bereit ist, ohne Gnade zuzuschlagen. Im Hintergrund sind eingesponnene Wirte in einem Alien-Nest zuerkennen, mit aufgerissenem Brustkorb, aus dem bereits die tödliche Xenomorph Brut ihren Weg herausgefunden hat.
Auf der anderen Seite sehen wir den wohl gefährlichsten Jäger in der ganzen Galaxie: den Predator! Mit ausgefahrenen Handgelenkklingen und Trophäen beschmückt ist er für die Jagd bereit. Im Kontrast zur Alien-Seite, ist die Predator-Seite in einem gelblichen Ton gehalten.



ALIENS

David Sereda verfasst im Keller in Chicagos Museum der Wissenschaft und Industrie einen Bericht über Biologie und Soziologie, sowie der Frage, ob nichtmenschliche Lebewesen eine Kultur haben können. Dabei reflektiert er über die Zeit, als die Aliens die Erde überrannt haben. Man sieht die Aliens, wie sie das San-Francisco der Zukunft überrennen und eine Königin, umgeben von ihren treuen Drohnen, in einem Nest, welches voller Alien-Eier ist. Es wird auch von der Ähnlichkeit der Aliens zu irdischen Insekten gesprochen. Am Ende wird er von einem Typen namens Tommy und einer jungen Blondine (Terese) unterbrochen, da deren Kälteschlaf Einweisung beginnen würde. Scheinbar würden sie sich in naher Zukunft auf eine lange Reise begeben. Die Fortsetzung folgt in der ersten Ausgabe der neuen Aliens-Comicserie.

Zach Howard's Zeichnungen sind beeindruckend und voller Details. Seine Aliens wirken gefährlich, aggressiv und sehen stark nach Giger's Alien und Cameron's Aliens aus. Aber er hat auch eine persönliche Note mit eingebracht, das Kranium der Aliens. Man kann sich darüber streiten, welchem Film-Design der Schädel am meisten ähnelt, aber Zach's Interpretation kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Die Aliens sind meiner Ansicht nach weder zu dick, noch zu dürr ausgefallen. Da er in der Vergangenheit an ein oder zwei Spider-Man Comics gearbeitet hat, erkennt man daran, wie gut die Xenomorphs aussehen, wenn sie sich springend auf die Menschen stürzen oder kopfüber an der Decke hängen. Er liegt scheinbar viel Wert auf Details. Seine Zeichnungen zu tuschieren war sicherlich eine Höllenarbeit.
Die Farben von Brad Anderson sind klasse. Die Licht- und Schatteneffekte wirken überzeugend und so kommt es, dass die sonst grau/schwarzen Xenomorph durch Feuer ein kleinwenig braun/orange oder durch Blitze bläulich wirken. Auch das Nest-Bild sieht schön blau/grün aus. Zwar wirken die Eier auf mich einen Stich zu grün, aber so fügen sie sich klasse ins Gesamtbild dieses Frames ein.
Rein inhaltlich finde ich es super, dass auf den Earth-War  (als die Aliens die Erde überrannt haben, aus den ersten Aliens-Comics von Dark Horse) eingegangen wird und dass Biologe David Serena sich mit den Xenomorphs beschäftigt hat. So haben wir mal einen Charakter, der kein verrückter Wissenschaftler oder General beim Militär ist, der sie kontrollieren will und auch keinen Fanatiker, der sie anbetet.
Zeichnung, Tusche und Farbe bilden zusammen eine Pracht fürs Auge und jeder Fan kann sich im Prinzip auf die folgende Mini-Serie freuen.


PREDATOR

Ein Scharfschütze, scheinbar amerikanischer Herkunft, hat sich auf einem Hochhaus positioniert und ist bereit einen General einer Rebellen-Armee eines Landes (in Ost-Afrika) zu eliminieren. Doch plötzlich wird er von einem anderen Schützen ins Ziel gefasst, oder besser gesagt einem Jäger. Plasma-Schüsse schlagen ein und der Scharfschütze wird am Oberarm verletzt, während er in Kontakt mit seinem Team-Mitglied ist. Schnell erkennt er, dass es sich dabei um keinen Scharfschützen der Rebellen handelt, wie zuerst vermutet. Verzweifelt erwidert er das Feuer auf seinen Unsichtbaren Angreifer und macht sich auf den Weg zum Rendezvous Ort mit seinem Partner. Doch dort angekommen macht er eine grausame Entdeckung: die Überreste seines Partners, bestehend aus Oberkörper und Armen, wurden an einer Laterne aufgehängt. Voller Wut ruft er nach dem Mörder, woraufhin ein Plasma-Schuss sein Knie streift und er zu Boden fällt. Ohne Tarnung und leicht verwundet erscheint ein Predator. Mit einer Machete in seinem Arm und zielgerichteter Schulterkanone schreitet der Jäger auf den am Boden liegenden Scharfschützen zu, welcher jedoch resigniert und seine Hände erkennbar hochhält. Scheinbar enttäuscht von der Feigheit seiner Beute, verschwindet die Schulterkanone am Rücken des außerirdischen Jägers. Aus dem Nichts erfolgt ein Schuss, welcher den Menschen töten und erzürnt wendet sich der Predator, um seines Gleichen in die Augen zu Blicken. Drei weitere Jäger sind aufgetaucht, mit deutlich anderer Rüstung. In dem Moment, in dem der Jäger angreifen will, wird er gnadenlos von seinen Artgenossen getötet, welche seinen Leichnam daraufhin zurück lassen. Fortsetzung folgt in der kommenden Predator-Comicserie.

Storymäßig gesehen bietet die kleine Einführung nicht viel, da sie hauptsächlich aus einer Hetzjagd besteht. Aber sie deutet einen Konflikt zwischen zwei Gruppen von Predators an, scheinbar ein Konflikt zwischen zwei Clans. In Predator Bad Blood hieß es Predator vs Predator, nun heißt es wohl Predators vs. Predators, und dazwischen einige Menschen. Es verspricht ein Gemetzel zu werden. Die Zeichnungen sind detailliert und kommen vor allem beim muskulösen Körper des Predators zur Geltung. Die Farben sind geschickt gewählt und durch den dominierenden Beige Anteil, kommt mir ein Gefühl der Wärme, so dass ich mir vorstellen kann, welch eine warme Luft dort herrschen muss. Die Thermo-Sicht des Predators wirkt ein klein wenig wie im ersten AvP-Film durch das Lila, aber ist gut gelungen.
Bei den Predators muss man beachten, dass es zwei Designs gibt, um vermutlich die einzelnen Clans voneinander zu unterscheiden. Das Rüstungs-Design ist aus keinem Film 1:1 übernommen worden. Auch das Gesicht des Predators wirkt etwas anders. So hat der Predator keine Ringe in seinen "Dreadlocks" und auch die Haut, die sich zwischen den Mandibeln spannt, ist kaum vorhanden, weswegen der Predator irgendwie seltsam aussieht, auch wenn er sein Maul geschlossen hat.


Des Weiteren enthält der Comic Werbung der kommenden Aliens- und Predator-Comicserie, wie den bereits bei DH erschienenden Omnibus-Bände und Romane. Es enthält auch in der Heftmitte ein kleines Poster, welches das Cover-Art in gespiegelter Variante darstellt. Man könnte es ohne Bedenken entfernen, da sich auf der Rückseite nur Werbung befindet.

Insgesamt lässt der Comic einem nach mehr verlangen Stoff verlangen, da sie zum Teil auch Fragen offen lassen: sind die Aliens immer noch eine große Bedrohung oder wieso töten die einen Predators einen anderen?
Alle die den Comic erhalten haben, können sich glücklich schätzen, die anderen müssen darauf hoffen, dass die enthaltenen Geschichten später nochmals in einem Werk enthalten sein werden.

->DarkHorse Profil des Comics.
« Letzte Änderung: Juni 29, 2009, 04:36:19 von Xeno » Gespeichert
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409051563
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« Antworten #1 am: Juni 30, 2009, 01:45:42 »

Hallo Xeno,

danke, dass du dir so viel Mühe gemacht hast und das alles so sauber aufgeschrieben hast.

Während der Tag in den USA groß gefeiert wird und viele Comic-Läden des Landes daran teilnehmen, hält es sich hier in Deutschland in Grenzen. So haben nur wenige Comic Läden an dieser Aktion teilgenommen

Ich hoffe wirklich, dass irgendwann mal auch ein Comic-Laden in meiner Nähe beim Free Comic Book Day mitmachen wird bzw. überhaupt mal irgendein Comicgeschäft eröffnet Zunge

und auch die Haut, die sich zwischen den Mandibeln spannt, ist kaum vorhanden, weswegen der Predator irgendwie seltsam aussieht, auch wenn er sein Maul geschlossen hat.

Hmm... aber ich würde das jetzt nicht auf die Tatsache zurückführen, dass sie in einem anderen Clan sind, anderer Clan bedeutet ja nicht gleich Unterschiede in der Anatomie.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Clan einfach in einem ganz anderen Gebiet des Predatorheimatplaneten lebt und sie sich deshalb unterscheiden.
Es könnte jedoch auch sein, dass die Haut beschnitten ist.

Gruß Dennis
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Xeno
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« Antworten #2 am: Juni 30, 2009, 04:21:04 »

und auch die Haut, die sich zwischen den Mandibeln spannt, ist kaum vorhanden, weswegen der Predator irgendwie seltsam aussieht, auch wenn er sein Maul geschlossen hat.
Hmm... aber ich würde das jetzt nicht auf die Tatsache zurückführen, dass sie in einem anderen Clan sind, anderer Clan bedeutet ja nicht gleich Unterschiede in der Anatomie.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Clan einfach in einem ganz anderen Gebiet des Predatorheimatplaneten lebt und sie sich deshalb unterscheiden.
Es könnte jedoch auch sein, dass die Haut beschnitten ist.
Kann sein, oder es ist eine andere Rasse. In den ersten beiden Filmen waren es beide Predator, jedoch einer anderen Rasse (zumindest war das die Idee hinter dem anderen Design des Predators aus P2). Oder es ist einfach künstlerische Freiheit.
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